Der FC St. Pauli kämpft mit einer anhaltenden Sieglosigkeit, die seit Februar 14 Pflichtspiele umfasst und die Mannschaft auf den 16. Tabellenplatz der 2. Bundesliga gedrückt hat. Trainer Marcel Rapp bewertet die Leistungen seiner Mannschaft und sieht trotz der kritischen Lage keine Krise. Diese Einschätzung teilte der 47-Jährige in einem Bericht von Bild Sport in dieser Woche mit.
Die Zahlen sind eindeutig. Seit dem letzten Dreier im Februar blieb der FC St. Pauli in zehn Bundesliga-Partien und drei Zweitligaspielen sieglos. In der laufenden Saison der 2. Bundesliga sammelte das Team von Marcel Rapp lediglich zwei Punkte aus drei Begegnungen bei einem Torverhältnis von 4:5. Die jüngste Formkurve mit den Ergebnissen Niederlage, Unentschieden, Unentschieden (LDD) spiegelt die Schwierigkeiten wider. In der Tabelle bedeutet das den 16. Rang und einen Rückstand von sieben Punkten auf den Tabellenführer 1. FC Nürnberg.
Wie bewertet Trainer Marcel Rapp die Situation?
Marcel Rapp, der im Sommer die Trainerverantwortung übernahm, geht die Sache analytisch an. "Ich bewerte die Leistungen. Ich glaube daran, dass die Punkte kommen werden", sagte der Coach. Er wies darauf hin, dass von einer Krisenstimmung im Team keine Rede sein könne. Die Trainingseinheiten seien von guter Qualität, die Stimmung nicht gedrückt. Auf die direkte Frage nach der Angst vor einem Abstieg in die 3. Liga antwortete Rapp klar: "Da habe ich gar keine Angst davor. Es kann sich ja jeder sein eigenes Bild machen, wenn er die Spiele schaut." Seine Bewertung stützt sich also auf den Prozess und nicht allein auf die aktuell mageren Ergebnisse.
Welche personellen Veränderungen gab es im Hintergrund?
Zur Unterstützung der sportlichen Arbeit holte der FC St. Pauli mit Alexander Rudies einen neuen Spielanalysten an Bord. Der 25-Jährige kennt Trainer Rapp bestens aus der gemeinsamen Zeit bei Holstein Kiel. Von 2021 bis 2025 arbeitete Rudies dort zunächst als Chefanalyst der Lizenzmannschaft und später sogar als Leiter der Scouting-Abteilung. Diese vertraute Zusammenarbeit soll nun dabei helfen, die Leistungen auf dem Platz genauer zu untersuchen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die detaillierten Daten der Mannschaft sind auch auf unserer stats Seite einsehbar.
Was bedeutet das für das nächste Spiel?
Die nächste Gelegenheit, die Negativserie zu beenden, bietet sich bereits am Donnerstag, dem 4. September 2026. Dann trifft der FC St. Pauli auswärts auf Arminia Bielefeld. Das Team von Trainer Rapp reist damit zum Tabellenzehnten, der selbst mit null Punkten aus vier Saisonspielen einen denkbar schlechten Start hingelegt hat. Die Arminia stieg vor drei Jahren aus der Bundesliga in die 3. Liga ab, ein Schicksal, das der FC St. Pauli unbedingt vermeiden will. Ein Blick auf die standings zeigt, wie wichtig Punkte im unteren Tabellendrittel sind. Das Auswärtsspiel in Bielefeld beginnt um 18:30 Uhr und wird bei Sky übertragen.
Wie verlief der Saisonstart insgesamt?
Neben den zwei Punkten aus den Liga-Spielen gegen Hansa Rostow (1:1), dem 1. FC Kaiserslautern (2:2) und einer Niederlage gegen den SC Paderborn (0:2) erlebte der FC St. Pauli auch im DFB-Pokal einen Rückschlag. Die Mannschaft schied in der ersten Runde mit 0:2 beim Drittligisten Rot-Weiss Essen aus. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, schnellstmöglich in eine positive Ergebnis-Spur zu finden. Die komplette Planung für die kommenden Wochen findet sich auf unserem fixtures Kalender. Die Mannschaft von Marcel Rapp bestreitet ihr nächstes Pflichtspiel am 4. September 2026 bei Arminia Bielefeld.
