Der FC St. Pauli hat am Donnerstag einen überraschenden Führungswechsel bekannt gegeben. Wilken Engelbracht, der Kaufmännische Geschäftsleiter des Vereins, wird den Club zum Saisonende verlassen. Engelbracht hatte in den letzten Jahren den Bereich Wirtschaft beim FC St. Pauli verantwortet und konnte kürzlich einen Rekordumsatz von 102 Millionen Euro für die vergangene Bundesligasaison verkünden. Sein Wunsch, sich beruflich neu zu orientieren, führte zu dieser Entscheidung, die während eines Townhall-Meetings intern bekannt gegeben wurde.
Präsident Oke Göttlich äußerte sich in der offiziellen Mitteilung dankbar für Engelbrachts Arbeit und betonte, dass der Verein auf seinem Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung wichtige Fortschritte gemacht hat. Engelbracht selbst hob hervor, dass die vielen Menschen, die er am Millerntor kennengelernt hat, für ihn von größter Bedeutung sind. Der Abgang kommt überraschend, da Engelbracht erst vor wenigen Monaten positive finanzielle Ergebnisse präsentiert hatte.
In Engelbrachts Amtszeit fiel auch die Gründung der Genossenschaft „Football Cooperative St. Pauli von 2024 eG“, die mittlerweile über 22.000 Mitglieder gewonnen hat und Mehrheitsanteilseignerin des Millerntor-Stadions ist. Der Verein plant, die Führungsstruktur zu überprüfen und den Charakter des FC St. Pauli als mitgliedergeführten Verein weiter zu stärken. Die Position von Engelbracht wird nicht nachbesetzt, was den Einfluss des Präsidiums innerhalb des Vereins erhöhen könnte.
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