Louis Oppie von FC St. Pauli hat die ungewöhnliche Länderspielpause als erfrischend, aber seltsam empfunden. Der 24-jährige Außenbahnspieler nutzte die Woche zur Erholung und kehrte mit neuem Fokus auf die Offensive zurück.
„Es war seltsam und ungewöhnlich, mitten in der Saison eine Woche frei zu haben“, sagte Oppie nach dem ersten Training am Dienstag. „Das ist noch nie passiert, mal sehen, ob es in den nächsten Jahren wieder vorkommt.“ Die Zeit mit der Familie und ein neues Tattoo am ersten Tag hätten ihm gutgetan, die Batterien seien wieder aufgeladen. Nun freue er sich auf das Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag, das er als guten Test gegen eine Bundesligamannschaft einstuft, die selbst eine schwierige Phase durchlebt.
Oppies persönliches Ziel ist klar. „Mein Anspruch ist, aus einer defensiven Stabilität noch mehr Gefahr nach vorne zu bekommen“, erklärte der Defensivspieler. „Vor allem meine Flanken müssen noch einen Tick präziser werden.“ Er arbeite daran, Angriffe schneller abzuschließen und bessere Positionen im Strafraum einzunehmen, um die hereingebrachten Bälle zu verwerten. Defensiv fühle er sich und die Mannschaft, die derzeit mit 10 Punkten Achter der 2. Bundesliga ist, in den letzten Spielen sehr solide. Diese Basis will er nun für mehr Torgefahr nutzen und in den kommenden Wochen sein erstes Tor für den Verein erzielen. Die Mannschaft hat in den letzten fünf Spielen nur 4 Tore erzielt, was die Notwendigkeit einer verbesserten Offensive unterstreicht.
Die Mannschaft kehrte nach individuellen Trainingsprogrammen am Dienstag wieder gemeinsam auf den Platz zurück. Oppie betonte die gute Fitness von sich und seinem Konkurrenten auf der Position, Arkadiusz Pyrka. Das ständige Auf- und Ablaufen der Außenbahn sei ihr Job und werde vom Trainer gefordert, mache aber auch Spaß. Bezüglich einer Statistik, die St. Pauli als laufschwächste Mannschaft der Liga ausweist, zeigte sich Oppie skeptisch. Aus dem Gefühl heraus scheine die niedrige Laufdistanz nicht akkurat; vielleicht laufe man weniger, dafür aber intelligenter.
Während der Pause waren mehrere St. Pauli-Spieler im Nationaltrikot aktiv. Connor Metcalfe erzielte für Australien ein Tor gegen Brasilien, Abdoulie Ceesay spielte für Gambia und Dimitar Mitov saß für Bulgarien auf der Bank. Oppie freute sich für seine Teamkollegen, die diesen Kindheitstraum leben dürfen. Für ihn selbst steht der Fokus nun voll auf dem Verein. Die Stimmung im Kader sei ausgezeichnet, und er nehme die Dinge Spiel für Spiel. Das nächste Pflichtspiel ist das Heimspiel gegen den 14. Karlsruher SC am 10. Oktober. Die aktuelle Form der Kiezkicker mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen (DWDLL) unterstreicht die Dringlichkeit, die offensive Effizienz zu steigern. Fans können den weiteren Saisonverlauf in unseren Spielplan verfolgen und die aktuellen Tabellenplatzierung im Auge behalten.
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