FC St. Pauli steht vor dem alles entscheidenden Relegations-Endspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag. Ein Sieg im Millerntor ist für den Klub die einzige Möglichkeit, den direkten Abstieg aus der Bundesliga noch abzuwenden, nachdem die Niederlage gegen RB Leipzig und der Heidenheim-Sieg den FC St. Pauli auf den letzten Tabellenplatz gedrückt haben.

Mit 26 Punkten und der schlechtesten Tordifferenz der drei punktgleichen Teams liegt das Schicksal nun in der eigenen Hand. Die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin geht mit einer Serie von nur einem Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen in dieses Finale, eine Form, die unter Druck steht. Blessin sieht trotz der 1:2-Niederlage gegen Leipzig positive Ansätze für das Finale. „Es wäre sicherlich mehr drin gewesen, das ist schade“, sagte Blessin. „Aber mit dieser Energieleistung, die wir an den Tag gelegt haben, blicken wir positiv in das Finale. Wenn wir genau diese Intensität und Agilität reinwerfen, dann sind wir befähigt, das Spiel gegen Wolfsburg zu ziehen.“ Erforderlich ist dafür eine klare Verbesserung der Chancenverwertung; in der laufenden Saison benötigte der Verein im Schnitt 107 Minuten, um ein Tor zu erzielen, ein Wert, der am Samstag überwunden werden muss.

Irvine fordert Glauben ein

Kapitän Jackson Irvine appelliert an den Teamgeist und die mentale Stärke seiner Mannschaft. „Ich werde den Jungs diese Woche jeden Tag sagen: Wir können dieses Spiel gewinnen. Glaubt daran, dass wir gewinnen können. Wir schaffen es“, so der Australier. Diese Einstellung wird benötigt, denn ein Unentschieden reicht für St. Pauli nur, wenn der direkte Konkurrent 1. FC Heidenheim gleichzeitig gegen Mainz verliert. Ein Heidenheim-Sieg könnte sogar beide, St. Pauli und Wolfsburg, in die 2. Liga schicken. Die genauen Szenarien für den letzten Spieltag können in der Tabelle nachvollzogen werden.

Die aktuelle Saison in der zweiten Liga zeigt, dass der Verein kämpferische Qualitäten besitzt. Nach sechs Spieltagen steht man mit sieben Punkten auf dem achten Rang, die Bilanz aus einem Sieg, drei Unentschieden und einer Niederlage spiegelt eine robuste Mannschaft wider. Das nächste Ligaspiel findet am 10. Oktober gegen den Karlsruher SC statt, den Sie können die kommenden Termine in unserem Spielplan verfolgen.

Gegner Wolfsburg reist mit eigener Motivation an. Trainer Dieter Hecking erwartet ein komplett anderes Spiel als die jüngste Niederlage gegen Bayern. Sportdirektor Pirmin Schwegler betonte, man habe sich die Chance auf dieses Endspiel in den letzten Wochen verdient. Die Wolfsburger konnten sich mit zwei Siegen und zwei Unentschieden aus ihren letzten vier Partien eine solide Ausgangsposition erarbeiten. Das Duell im Millerntor-Stadion beginnt am Samstag um 15:30 Uhr und wird bei Sky übertragen. Für den unterlegenen Klub wartet dann das Relegations-Hinspiel gegen einen Drittligisten am 21. Mai.

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