FC St. Pauli musste sich am Wochenende mit einem 2:2-Unentschieden bei Arminia Bielefeld begnügen, obwohl die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp das Spiel klar dominierte. Die Kiez-Kicker verpassten damit erneut einen ersten Saisonsieg und bleiben mit nur drei Punkten aus vier Spielen im Tabellenkeller der 2. Bundesliga.
Die Sportschau berichtete, dass St. Pauli bereits in der 14. Minute in Rückstand geriet. Jannik Rochelt brachte die Arminia in Führung. Nur sechs Minuten später glich Taichi Hara für die Gäste aus. Nach der Pause traf Joel Grodowski für Bielefeld (51.), ehe Abdoulie Ceesay nach Vorarbeit von Arkadiusz Pyrka den erneuten Ausgleich erzielte. Torhüter Ben Voll und Kapitän David Nemeth konnten die erneuten Gegentreffer nicht verhindern.
Warum bleibt die Defensive das größte Problem?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In fünf Pflichtspielen dieser Saison hat FC St. Pauli jetzt neun Gegentore kassiert. In jedem dieser fünf Spiele fiel mindestens ein Treffer gegen sie. Das ist eine belastende Serie für eine Mannschaft, die in der Vorsaison aus der Bundesliga abgestiegen ist. Trainer Marcel Rapp analysierte nach dem Spiel: "Wir hatten eine ordentliche Spielkontrolle, aber aus dieser Kontrolle heraus zu wenige Chancen kreiert."
Der gegnerische Torschütze Jannik Rochelt gab ebenfalls eine Einschätzung. "Es war ein gutes Spiel von uns. Wir hatten aber auch einige Momente, in denen wir hinten nicht so wach waren." Diese Wachsamkeit fehlte auch bei St. Pauli in entscheidenden Situationen. Die aktuelle Standings zeigen die Konsequenz: Platz 16 mit nur zwei Punkten aus drei Spielen, bei einem Torverhältnis von 4:5.
Wie steht FC St. Pauli in der Liga da?
Die Bilanz nach vier Spieltagen ist ernüchternd. Drei Punkte, kein Sieg. Arminia Bielefeld steht mit vier Punkten etwas besser da. Im Titelrennen hat St. Pauli bereits sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer 1. FC Nürnberg. Das frühe Saisonziel muss nun die Stabilisierung sein, um nicht in einen Abstiegskampf zu geraten. Die Mannschaft benötigt dringend mehr Effizienz nach vorne und mehr Stabilität in der Defensive.
Ein Blick auf die Stats der Spieler könnte hier Aufschluss geben. Die individuelle Fehlerquote muss sinken. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Trainer Rapp die richtigen Lösungen findet. Die nächste Gelegenheit bietet sich schon am Samstag.
Was kommt als nächstes für St. Pauli?
Der FC St. Pauli empfängt am Samstag, dem 12. September 2026, den VfL Wolfsburg. Die Wolfsburger liegen aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und stellen eine enorme Herausforderung dar. Es ist das nächste Heimspiel der Saison und eine Chance, vor eigenem Publikum endlich den Dreh zu finden.
Alle anstehenden Partien sind in unserem Fixtures Kalender verfolgbar. Für das Spiel gegen Wolfsburg muss die Defensive um Kapitän Nemeth einen kompakten Block bilden. Torwart Voll wird erneut gefordert sein. Die Offensive um Torschütze Ceesay muss die wenigen Chancen besser nutzen. Ein Sieg gegen einen Top-Konkurrenten wäre ein wichtiges Signal für den gesamten Verein.
Das Spiel in der Millerntor-Stadion beginnt um 20:30 Uhr.
