Der FC St. Pauli ist der Union of European Clubs (UEC) beigetreten. Damit geht der Zweitligist als erster deutscher Profiklub einen eigenen Weg in der europäischen Fußballpolitik, wie der Verein am Montag bekanntgab.
Die UEC, die 2023 gegründet wurde, vertritt rund 140 Klubs aus 25 nationalen Verbänden. Sie setzt sich für mehr sportlichen Ausgleich, nachhaltige Wirtschaftsstrukturen und transparente Entscheidungsprozesse im europäischen Fußball ein. Ein zentrales Anliegen ist die Reform der Einnahmenverteilung aus den europäischen Klubwettbewerben. Zudem unterstützt die UEC ein sogenanntes 'Player Development Reward', um Ausbildungsklubs an den Erlösen von Spielern zu beteiligen, die später international aktiv sind.
Präsident Oke Göttlich hatte bereits vor etwa einem Jahr ein Forum der UEC in Brüssel besucht. Dort forderte er damals stärkere übergeordnete Regeln im Profifußball und rief europäische Institutionen zu mehr Verantwortung auf. "Es ist nicht die Frage, ob wir es machen, sondern wie und wie schnell", sagte Göttlich. Er warnte: "Sonst ruinieren wir einen Sport, sodass junge Leute und andere Fans bald nicht mehr an ihn glauben."
Nur wenige Tage nach der Bekanntgabe des UEC-Beitritts lud der FC St. Pauli am Freitag, dem 25. September, zu einer 'Stands'-Konferenz ins Millerntor ein. Dort diskutierte Göttlich mit UEC-Mitgründer Gareth Farrelly und Operations-Direktor Pavel Kolev über die politischen und regulatorischen Bedingungen für einen langfristig ausgeglichenen europäischen Fußball. Das Panel trug den Titel 'Room for Change: The State of European Football Governance'.
Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der der FC St. Pauli in der 2. Bundesliga auf dem achten Tabellenplatz steht. Nach sechs Spieltagen hat die Mannschaft sieben Punkte auf dem Konto. Das Team hat in dieser Saison bisher 6 Tore erzielt und 8 Gegentore kassiert. Die letzten fünf Ergebnisse lauten DWDLL, also ein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Das nächste Spiel findet am 10. Oktober gegen den 14. Der Tabelle, den Karlsruher SC, statt. Den aktuellen Spielplan und die Tabelle finden Sie auf unseren Seiten Spielplan und Tabelle.
Die Mitgliedschaft in der UEC unterstreicht das langjährige Engagement des FC St. Pauli für eine gerechtere Gestaltung des Fußballs. Der Klub hatte in der Vergangenheit auch Anfragen der European Football Clubs (EFC) erhalten, die von Nasser Al-Khelaïfi geführt werden und über 800 Klubs vertreten. Mit dem Beitritt zur UEC positioniert sich der Verein nun klar in der Debatte um die Zukunft des europäischen Klubfußballs.
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