FC St. Pauli steht vor dem Topspiel gegen den VfL Wolfsburg mit deutlichen Worten von Trainer Marcel Rapp. Nach dem 2:2 bei Arminia Bielefeld und der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern analysiert der Coach die Fehler seiner Mannschaft, die aktuell mit drei Punkten auf dem 14. Tabellenplatz der 2. Bundesliga steht.
Welche Fehler nerven Trainer Marcel Rapp?
Marcel Rapp kritisierte nach dem Unentschieden in Bielefeld den schwachen Start in beide Halbzeiten. Sein Team musste zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. „Wir starten in beide Halbzeiten maximal schlecht“, sagte der 47-Jährige. Einmal sei ein individueller Fehler schuld gewesen, das andere Mal ein nicht akzeptabler Standard. Rapp bemängelte außerdem die mangelnde Torgefahr trotz guter Spielkontrolle. Seine Mannschaft sei außen gut durchgebrochen, aber in der Strafraum nicht gut besetzt gewesen. Das sei ein großes Problem. Der Trainer betonte, dass die Spieler gut mit der Situation umgingen und weiterkämpften, zeigte sich aber unzufrieden mit der Häufigkeit einfacher Gegentore.
Wie verlief die Niederlage gegen Kaiserslautern?
Die Niederlage gegen Kaiserslautern unterstrich diese Probleme. Trotz gutem Start und Übergewicht verlor St. Pauli am Millerntor mit 1:2. Erencan Yardımcı brachte die Gäste in der 30. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte Thierry Tazemeta auf 0:2. Abdoulie Ceesay erzielte acht Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer, doch ein weiterer Torerfolg blieb aus. Torwart Julian Krahl hielt stark für Kaiserslautern und vereitelte mehrere gute Möglichkeiten der Braun-Weißen. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht verteidigte in der Schlussphase kompakt und sicherte sich den Auswärtssieg. Für St. Pauli war es die erste Heimpleite der Saison und ein Rückschlag im Aufstiegsrennen, in dem man bereits sieben Punkte auf Spitzenreiter 1. FC Nürnberg zurückliegt.
Wie holte St. Pauli den Punkt in Bielefeld?
Der Verlauf des 2:2 in Bielefeld am vergangenen Freitag wurde geschildert. Jannik Rochelt brachte Arminia in der 13. Minute in Führung. Taichi Hara egalisierte sieben Minuten später nach einer Vorlage von David Nemeth. Nach der Pause traf Joel Grodowski zum 2:1 für die Gastgeber. Den erneuten Ausgleich erzielte Abdoulie Ceesay in der 65. Minute mit einem sehenswerten Hackentrick. Das Tor bestand nach einer kurzen Videoüberprüfung. Beide Mannschaften suchten danach vergeblich nach einem Siegestreffer. Mit sechs erzielten und sieben kassierten Toren hat St. Pauli nach vier Spieltagen eine negative Torbilanz.
Was bedeutet das für das Spiel gegen Wolfsburg?
Das nächste Spiel ist eine große Herausforderung. Am Samstagabend (20.30 Uhr) empfängt St. Pauli den VfL Wolfsburg, der aktuell Dritter der Tabelle ist. Marcel Rapp sagte voraus: „Gegen Wolfsburg, das wird ein Brett.“ Der Zweitligakrösus verfügt über einen deutlich höher bewerteten Kader. Rapp vertraut jedoch auf die Heimatstärke am Millerntor. „Wir spielen zu Hause am Millerntor und sind in der Lage, sie zu schlagen“, so der Trainer. Die Vorbereitung in dieser Woche konzentriert sich darauf, torgefährlicher zu werden und individuelle Fehler abzustellen. Jeder Spieler erhält dafür nach jedem Spiel eine individuelle Videoanalyse. Die aktuelle Tabelle und die kommenden fixtures zeigen die Dringlichkeit, Punkte zu holen. Das Heimspiel gegen Wolfsburg am 12. September 2026 ist die nächste Gelegenheit dazu.
