Der FC St. Pauli leistet beim 1. FC Heidenheim einen sportlichen Offenbarungseid und verliert die so wichtige Partie verdient mit 0:2. Es war grausam und enttäuschend und ich merke, dass ich diese Saison einfach viel zu oft über solche Spiele und Spielverläufe geschrieben habe. Einmal mehr gelang es dem FC St. Pauli nicht, den Gegner vor Probleme zu stellen, er selbst tappte aber in die Falle und war nicht fähig, eine Partie noch auf die eigene Seite zu ziehen. Weil die Offensive weiterhin massiv schwächelt und es einfach nicht gelingt, die Fehlerquote auf „defensiv stabil“ zu stellen. So steht der FCSP nach der Niederlage zwar weiterhin auf dem Relegationgsrang, muss aber dringend an elementaren Themen arbeiten, damit es noch was werden kann mit dem Klassenerhalt – Der Glaube muss zurückkehren. Der 1. FC Heidenheim spielt bereits seit Wochen mit der Gewissheit, dass man eigentlich keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat. Und entschied sich vermutlich auch deshalb für eine offensive Aufstellung. Mit Pieringer, Zivzivadze und Rückkehrer Dinkçi standen drei klare Offensivkräfte zu Spielbeginn auf dem Rasen. Auch Beck ist eher ein Offensiv- als ein Defensivspieler – seine Herausnahme kurz nach Wiederanpfiff sollte einen entscheidenen Impuls in die richtige Richtung für Heidenheim bedeuten. Vor der Partie hatte Alexander Blessin die Heidenheimer Gefahr durch Umschaltmomente angesprochen. In der zweiten Minute konnte der FC St. Pauli dann erfahren, wie das so aus nächster Nähe aussieht. Nach einem Ballverlust im Drittel der Heidenheimer ging es ziemlich schnell in die andere Richtung und den Abschluss von Dinkçi musste Vasilj zur Ecke parieren. Aus dieser entstand dann das 0:1. Weil erst der lange Ball an den zweiten Pfosten nicht konsequent verteidigt wurde und dieser dann genau dorthin kam, wo sich zwischen den sieben FCSP-Spielern zwei Heidenheimer befanden. Zivzivadze drückte den Ball nach etwas Ping-Pong über die Linie. Was für ein beschissener Start in ein dann leider auch ziemlich beschissenes Spiel des FC St. Pauli. Vor der Partie hatte Alexander Blessin auch skizziert, mit welchen Mitteln man gegen die mannorientierte Spielweise der Heidenheimer erfolgreich sein kann. Entweder durch die offensivere Variante, mit vielen tiefen Bällen hinter die letzte Linie des Gegners. Oder aber durch die spielerische Variante, mit Steil-Klatsch-Elementen. Der FC St. Pauli entschied sich für eine Mischung aus beiden Varianten, versuchte es sowohl mit tiefen Bällen auf Hountondji und kurzen Staffetten vor allem über die Fujita-Seite. Geklappt haben beide viel zu selten. Bei den Steil-Klatsch-Momenten war es oft einfach die hohe Ungenauigkeit der Zuspiele und Ablagen, die dafür sorgte, dass sie kaum funktionierten. Was total ärgerlich war, weil man in den wenigen Situationen, wo so etwas gelang, direkt sehen konnte, wie vielversprechend das ist. Die Großchance durch Hountondji in der 24. Minute ist nämlich der einzige Lichtblick in einem sonst sehr dunklen Spiel. Der FC St. Pauli muss nun dringend an elementaren Themen arbeiten, um den Klassenerhalt zu sichern.
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FC St. Pauli verliert in Heidenheim mit 0:2 - Klassenerhalt in Gefahr
Der FC St. Pauli verliert in Heidenheim mit 0:2 und steht nun vor dem Klassenerhalt. Die Mannschaft muss dringend an elementaren Themen arbeiten, um den Klassenerhalt zu sichern.
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