FC St. Pauli-Fans waren beim Auswärtsspiel bei Energie Cottbus mit einer Serie von Hassbannern und verbalen Angriffen konfrontiert. Das 1:1 (0:1) am vergangenen Wochenende war von politischen Spannungen zwischen den Fangruppen überschattet.

Im sogenannten H-Block der Cottbuser Fans wurden zahlreiche Transparente gezeigt. Eines davon griff die international vernetzte antifaschistische Fanbewegung „Alerta“ an. Ein anderes großes Banner warf der Ultra-St.-Pauli-Szene vor, in einer Blase zu leben und mit dem System gleichzuschalten. Diese Angriffe bezogen sich auf öffentlich gewordene Vorwürfe von Machtmissbrauch und Gewalt innerhalb der Ultra-St.-Pauli-Gruppierung, die derzeit aufgearbeitet werden.

Energie Cottbus reagierte auf die Vorfälle aus der eigenen Kurve und distanzierte sich über einen Instagram-Post. Der Verein schrieb: „Geschmack vermag streitbar sein, Diskriminierungen, Herabwürdigung und Gewaltverherrlichung und damit einhergehend die satzungskonformen Grundwerte unseres FC Energie Cottbus e.V. Zu missachten, jedoch nicht!“ Eine Entschuldigung wurde über diesen Kanal nicht ausgesprochen. FC St. Pauli hat seine Unterstützung für die interne Aufarbeitung der Vorwürfe zugesagt.

Das Spiel im Ostseestadion

Sportlich holte St. Pauli einen Punkt aus schwieriger Lage. Nach einer roten Karte für Tomoya Ando in der 21. Minute geriet die Mannschaft in Rückstand. Justin Butler traf für Cottbus in der 37. Minute zur 1:0-Führung zur Pause. Erst in der Schlussphase gelang Martijn Kaars in der 80. Minute der verdiente Ausgleich zum Endstand von 1:1.

Mit diesem einen Zähler steht FC St. Pauli nach sechs Spieltagen mit sieben Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Die Bilanz zeigt ein Torverhältnis von 8:8. Die nächste Aufgabe wartet nach der Länderspielpause: Am 10. Oktober empfängt das Team den Karlsruher SC, der aktuell auf Rang 14 steht. Den kompletten Spielplan findet ihr auf unserer fixtures Seite, die aktuelle Tabelle unter standings.

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