FC St. Pauli muss sich von einem weiteren Leistungsträger verabschieden. Der griechische Abwehrspieler Manolis Saliakas verlässt den Zweitligisten nach vier Jahren und wechselt zu Olympiakos Piräus. Der 29-Jährige kehrte damit in seine Heimat zurück – und nutzte die Chance auf internationale Erfahrung, wie Sportchef Andreas Bornemann erklärte. Der Kiezclub erhält laut Medienberichten eine Ablösesumme von etwa 1,5 Millionen Euro für den Defensivspieler, der seit 2022 in Hamburg spielte.
Was passierte genau?
Saliakas war bereits aus dem Trainingslager in Flachau abgereist, nachdem der FC St. Pauli ihn für Vertragsverhandlungen freigestellt hatte. Der Grieche, der 2013 als 16-Jähriger in die Jugendakademie des Clubs kam, unterschrieb 2022 seinen ersten Profivertrag bei den Hanseaten. Sein Vertrag lief noch bis 2027, doch der Wechsel nach Piräus setzte sich durch. Für die Hamburger bestritt er insgesamt 111 Pflichtspiele – 64 in der 2. Bundesliga und 47 in der Bundesliga – und erzielte dabei neun Tore. In der abgelaufenen Saison stieg er mit dem Team nach zwei Jahren Erstklassigkeit wieder in die 2. Bundesliga ab. Das letzte Spiel der Saison 2025/26 endete am 16. Mai mit einer 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg.
Der Abgang fällt in eine Phase der sportlichen Neuausrichtung für den FC St. Pauli. Die Hanseaten beendeten die Vorsaison auf Platz 18 der Bundesliga mit 26 Punkten aus 34 Spielen – bei einer Tordifferenz von minus 31 (29:60). Die letzten fünf Partien gingen allesamt verloren (LLLLL), und der Abstand zu den Bayern lag bei 63 Punkten. Aktuell bereitet sich der Verein auf die neue Saison vor, die noch nicht begonnen hat.
Warum der Wechsel für Saliakas?
Für den 29-Jährigen ist der Wechsel eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Nach seiner Ausbildung in der Jugend des FC St. Pauli spielte er zunächst für andere Vereine in Griechenland, bevor er 2022 nach Hamburg zurückkehrte. Der Wechsel zu Olympiakos Piräus bietet ihm nun die Möglichkeit, in der Champions League zu spielen – ein Schritt, den Bornemann als „nachvollziehbar“ bezeichnete. Saliakas selbst äußerte sich nicht öffentlich zu dem Wechsel, doch der sportliche Aufstieg des griechischen Topclubs könnte seine Karriere beflügeln.
Was bedeutet der Abgang für den FC St. Pauli?
Der Verlust eines erfahrenen Innenverteidiggers wie Saliakas trifft den Kiezclub hart. Der 29-Jährige war eine Konstante in der Defensive und hatte in der Vorsaison 21 von 34 Spielen bestritten. Mit seiner Erfahrung in beiden Ligen – Zweit- und Erstklassigkeit – war er eine wichtige Stütze. Sein Abgang hinterlässt eine Lücke, die der Verein nun füllen muss. Die Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro könnte helfen, die finanzielle Planung für die kommende Saison zu stabilisieren.
Die Hanseaten stehen vor der Herausforderung, die Defensive neu aufzubauen. Mit dem Abstieg aus der Bundesliga und dem Verlust eines Schlüsselspielers beginnt eine Phase der Konsolidierung. Die Fans hoffen auf eine schnelle Reaktion des Kaders, um den sportlichen Neuanfang zu gestalten.
Der FC St. Pauli bleibt nach dem Abgang von Saliakas in der 2. Bundesliga aktiv. Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft bereits, doch die Frage nach der Zukunft der Defensive bleibt offen. Die Verantwortlichen müssen nun entscheiden, ob sie auf junge Talente setzen oder einen erfahrenen Neuzugang verpflichten.
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