FC St. Pauli verliert seinen Stammtorhüter: Nikola Vasilj (30) hat am 10. Juli 2026 einen Zweijahresvertrag mit Al Diriyah in Saudi‑Arabien unterschrieben. Nach 167 Pflichtspielen und einer Saison, in der der Klub auf dem 18. Tabellenplatz mit 26 Punkten (6W‑8D‑20L) rangiert, verlässt er das Millerntor.

Warum hat Vasilj den Verein verlassen?

Vasilj beendete nach dem Abstieg in der vergangenen Saison seinen Vertrag, den er seit 2021 von Zorya Lugansk aus hatte. Sportchef Andreas Bornemann erinnerte sich an die gemeinsame Zeit in Nürnberg und betonte, dass Vasilj nach dem WM‑Ausscheiden gegen die USA (0:2) neue Perspektiven suchte. Der Wechsel bietet dem 30‑jährigen Torhüter finanzielle Sicherheit und die Chance, in einer aufstrebenden Liga zu spielen.

Was bedeutet das für die Torhüter‑Situation?

FC St. Pauli muss nun schnell Ersatz finden, da die Torhüter‑Tiefe bereits dünn ist. Aktuell hat das Team 29 Tore erzielt, aber 60 kassiert – ein Minus von 31. Ohne Vasilj könnte die Defensive weiter leiden, besonders wenn die nächste Partie gegen Hannover 96 (auswärts, 17.10.2026) ansteht. Der Trainerstab wird wohl intern nach einer Lösung suchen oder auf den Transfermarkt zurückgreifen.

Wie sieht Vasiljs neuer Abschnitt aus?

Al Diriyah, Erstliga‑Aufsteiger in Saudi‑Arabien, hat Vasilj sofort nach der medizinischen Untersuchung in Hamburg verpflichtet. Der Vertrag läuft über zwei Jahre, ohne dass eine Transfergebühr genannt wurde. Für Vasilj bedeutet das einen komplett neuen Lebensabschnitt, sowohl sportlich als auch kulturell, und die Möglichkeit, in einem anderen Wettbewerbsumfeld zu glänzen.

Was sagt Vasilj selbst?

In seiner Abschiedsbotschaft erklärte Vasilj: „Es ist hart, das auszusprechen, aber es gibt Zeiten im Fußball, in denen du weiterziehen musst. Der Klub muss das und ich auch. Es ist sehr hart, diesen Klub zu verlassen.“ Seine Worte spiegeln die emotionale Bindung wider, die er zu den Fans und dem Millerntor aufgebaut hat.

FC St. Pauli bleibt in der Tabelle 63 Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Verein die Lücke im Tor schließen kann, bevor die Saison endgültig entschieden ist.