Der FC St. Pauli muss sich auf einen Abgang einstellen: Manolis Saliakas (29) steht kurz davor, zu Olympiakos Piräus zu wechseln. Die Griechen haben ihr Angebot auf 1,3 bis 1,5 Millionen Euro erhöht und berichten bereits von einer bevorstehenden Einigung. Der Verteidiger soll bald ins Trainingslager der Piräer nach Holland reisen.

Was steckt hinter dem Wechsel?

Saliakas war bereits in seiner Jugend bei Olympiakos aktiv und trug zwischen 16 und 22 Jahren das rot‑weiße Trikot der Piräer. Diese frühere Zugehörigkeit macht ihn für den griechischen Klub aus regulatorischer Sicht besonders attraktiv: Acht der 25 Champions‑League‑Kaderplätze müssen mit sogenannten Local Players besetzt werden. Saliakas erfüllt diese UEFA‑Anforderung und sichert Olympiakos damit Flexibilität im Kader.

Das erste Gebot der Griechen lag bei knapp über einer Million Euro und wurde von St. Pauli abgelehnt. Das überarbeitete Angebot bewegt sich nun in der genannten Spanne und könnte den Transfer besiegeln. Der FC St. Pauli steht damit vor dem Verlust eines erfahrenen Spielers, der in vier Jahren 120 Pflichtspiele für den Klub absolvierte.

Warum der Abgang schmerzt

Saliakas war maßgeblich am Aufstieg in die Bundesliga 2024 beteiligt und steuerte neun Tore sowie 13 Vorlagen bei. Allerdings lief sein Vertrag ohnehin in einem Jahr aus, und in den vergangenen beiden Sommervorbereitungen fehlte er komplett. Aktuell kämpft er zudem mit Verletzungsproblemen, was den Wechsel zusätzlich beschleunigt.

Der Verein muss nun nach Alternativen suchen, um die Defensive zu stärken. Mit null Punkten und null Toren in dieser Saison (Stand: 22. Juli 2026) steht der FC St. Pauli aktuell auf Platz drei der 2. Bundesliga und sucht dringend nach Lösungen.

Wie geht es weiter?

Sollte der Transfer zustande kommen, wird Saliakas seine Karriere in Griechenland fortsetzen. Für den FC St. Pauli bedeutet dies einen personellen Aderlass, der die ohnehin dünne Kadertiefe weiter belastet. Die Suche nach einem Ersatz für die rechte Außenbahn beginnt nun unter Hochdruck.

Die nächste Partie des Teams steht am 20. Februar 2027 gegen den VfL Wolfsburg – ein Spiel, das ohne Saliakas eine weitere Herausforderung darstellt.