FC St. Pauli empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den 1. FC Nürnberg zu einem Spitzenspiel der 2. Bundesliga. Trainer Marcel Rapp hat nach einer vollen Trainingswoche fast alle Spieler zur Verfügung und sieht die Mannschaft gut vorbereitet für die schwere Aufgabe gegen den Tabellendritten. Seine Mannschaft belegt derzeit mit 12 Punkten aus neun Spielen den achten Tabellenplatz, mit einer Bilanz von zwei Siegen, sechs Unentschieden und einer Niederlage.

Rapp betonte die positiven Aspekte der aktuellen Personalsituation. „Wir sind froh, dass wir so viele Möglichkeiten haben“, sagte der Cheftrainer. Mit Rony Jansson, Mathias Pereira Lage und Gísli Þórðarson fallen nur drei Akteure aus, alle anderen aus dem letzten Spieltag standen im Training. Die Mannschaft kehrte nach zwei Auswärtsspielen zurück ins Millerntor und nutzte die neuntägige Pause zur intensiven Vorbereitung. Die Kiezkicker sind in den letzten fünf Ligaspielen ungeschlagen, mit einem Sieg und vier Unentschieden, und holten zuletzt ein 0:0 beim SV Darmstadt 98 am Freitag 23. Oktober.

Die Herausforderer aus Franken

Der Gegner aus Nürnberg stellt sich als eine der stärksten Mannschaften der Liga dar. Unter Trainer Miroslav Klose gewann der Club fünf seiner ersten sechs Spiele. Aktuell führt Nürnberg die Statistik für Ballbesitz in der 2. Bundesliga an und erzielt die zweitmeisten Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Allerdings fehlen dem Team wichtige Stützen: Torjäger Mohamed Alì Zoma, Ex-St.-Pauli-Spieler Finn Becker sowie Mikayil Faye, Adriano Grimaldi und Kristian Mandic sind verletzt.

Für St. Pauli geht es darum, die eigene Serie zu verlängern. Die Mannschaft von der Reeperbahn ist seit fünf Spielen ungeschlagen und holte zuletzt ein 0:0 in Darmstadt. In der Tabelle belegt der FC St. Pauli mit 12 Punkten aus neun Spielen den achten Rang. Toptorjäger ist derzeit Abdoulie Ceesay mit vier Treffern. Die Lücke zur Spitze beträgt 16 Punkte. Die Mannschaft hat in dieser Saison elf Tore erzielt und neun kassiert.

Die taktische Vorbereitung konzentrierte sich auf Nürnbergs bevorzugtes 4-2-3-1-System mit Flügelspiel. Rapp muss die Abwesenheit des kreativen Pereira Lage kompensieren, hat aber in der defensiv soliden Mannschaft, die nur neun Gegentore kassierte, eine gute Basis. Das nächste Spiel im Spielplan ist für die Kiezkicker entscheidend. Die Partie am Sonntag gegen den Drittplatzierten bietet die Chance, die positive Form zu bestätigen.

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