FC St. Pauli kämpft mit mangelnder Nachwuchsförderung – enger Austausch soll helfen

Der FC St. Pauli steht vor einer Herausforderung: Seit 28 Monaten hat kein Eigengewächs mehr Spielzeit in der Profimannschaft erhalten. Mit dem Abstieg der U23 in die Regionalliga Nord und dem knappen Klassenerhalt durch den Zwangsabstieg des TSV 1860 München verschärft sich die Situation. Tabellenstand: 18. in der Bundesliga, 26 Punkte, 6 Siege, 8 Unentschieden, 20 Niederlagen aus 34 Spielen.

Warum fehlen die Talente im Profikader?

In den letzten beiden Erstliga-Saisons stand kein Eigengewächs auf dem Platz. Der letzte Einsatz eines Eigengewächsen war Eric da Silva Moreira vor 28 Monaten in der Zweiten Liga. Die brenzlige Abstiegssituation der Profis wurde oft als Grund genannt, doch in der Zweiten Liga könnten sich die Chancen für Talente erhöhen. Mit Marwin Schmitz, Nick Schmidt und Wissou Kaba sind drei Eigengewächse im Profikader, doch ihre Spielzeit bleibt ungewiss.

Wie soll die U23 wieder angreifen?

Nach dem sportlichen Abstieg übernahm Alexander Hahn die U23. Der 37-Jährige, der zuvor als Analyst beim HSV und Co-Trainer bei Greuther Fürth und Holstein Kiel arbeitete, will die U23 „die Regionalliga rocken“. Hahn pflegt enge Verbindungen zu Cheftrainer Marcel Rapp, was die Jugendarbeit vorantreiben soll. „Wir tauschen uns täglich aus und sprechen viel über die Spieler“, sagte Hahn. Die U23 dient als Unterbau der Profis, um Talente zu testen.

Welche Talente könnten durchbrechen?

Marwin Schmitz, der in der schwachen U23-Saison sieben Torbeteiligungen in 21 Spielen erzielte, hat die besten Aussichten auf einen Profi-Einsatz. In den Testspielen konnte er sich präsentieren. Mit dem engeren Austausch zwischen Rapp und Hahn soll die Zusammenarbeit Früchte tragen. Tabellenstand: 18. in der Bundesliga, 26 Punkte, 6 Siege, 8 Unentschieden, 20 Niederlagen aus 34 Spielen, nächstes Spiel gegen Karlsruher SC (Heimspiel, 10.10.2026).