Alexander Blessin kehrt als Trainer von Borussia Mönchengladbach zum FC St. Pauli zurück. Der 53-Jährige wurde am Mittwoch offiziell als neuer Cheftrainer der Borussia vorgestellt und unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Sein erstes Wiedersehen mit den Fans am Millerntor steht bereits fest: Am 3. Oktober um 15.30 Uhr bestreitet Gladbach ein Testspiel gegen den FC St. Pauli. Das Spiel wird über zwei Halbzeiten à 45 Minuten ausgetragen. Blessin war in der vergangenen Saison Trainer der Kiezkicker und stieg mit dem Verein aus der Bundesliga ab, woraufhin er den Klub verließ.

Blessin blickt vorwärts

In seiner Vorstellung bei Gladbach vermied Blessin jeden Blick in die Vergangenheit. „Ihr werdet es nie erleben, dass ich irgendwie schlecht über was Vergangenes rede“, sagte er. Er zog eine nüchterne Bilanz seiner Zeit in Hamburg: „Das erste Jahr war super erfolgreich, das zweite nicht ganz so toll. Wir hatten Höhen und Tiefen, zwei positive Phasen, zwei negative Phasen.“

Während Blessin seine neue Aufgabe antritt, bereitet sich der FC St. Pauli unterdessen auf die Fortsetzung der Saison vor. Nach der internationalen Pause geht es für den Achtplatzierten der 2. Bundesliga mit sieben Punkten aus sechs Spielen weiter. Die letzten fünf Partien brachten einen Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen (DWDLL).

Der nächste offizielle Spieltag steht am 10. Oktober an, wenn der 14. Der Tabelle, Karlsruher SC, zum Heimspiel am Millerntor antritt. Die komplette Planung der Spieltage 7 bis 13 wurde am Donnerstag bekanntgegeben. Neben dem Duell mit dem KSC folgen Auswärtsspiele bei Hannover 96 und SV Darmstadt 96 sowie weitere Heimspiele gegen den 1. FC Nürnberg und VfL Bochum.

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Parallel zu diesen sportlichen Terminen gab der Verein am Montag eine Mitgliedschaft in der Union of European Clubs (UEC) bekannt. Der FC St. Pauli ist damit der erste deutsche Profiklub, der dieser Vereinigung beitritt, die kleineren und mittleren Klubs in der europäischen Fußballpolitik mehr Gehör verschaffen will.

Im Kader gab es weitere Bewegungen. Der langjährige Mittelfeldspieler Jackson Irvine wechselte im Sommer zu Cerezo Osaka. Der Australier sprach in einem Interview über seine bleibende Verbindung zum Verein. Jannik Robatsch, der im Vorjahr von Klagenfurt kam und 16 Einsätze für die U23 in der Regionalliga Nord absolvierte, wurde für diese Saison an den belgischen Klub SK Beveren ausgeliehen.

Sportdirektor Andreas Bornemann äußerte in einem Podcast die ambitionierte Zielsetzung, innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens drei Jahre in der Bundesliga zu spielen. Unterdessen kehrte ein ehemaliger Spieler in die 2. Liga zurück: Marcel Hartel wechselte von St. Louis City SC zu Hannover 96 und unterschrieb dort einen Dreijahresvertrag.

Ein Rückschlag betrifft den Neuzugang Gísli Thórdarson. Der 21-jährige Isländer, der nur wenige Tage vor Saisonbeginn vom FC St. Pauli verpflichtet worden war, zog sich im Training vor dem ersten Saisonspiel gegen Greuther Fürth eine schwere Oberschenkelverletzung zu. Die notwendige Operation war für Mittwoch in Abstimmung mit seinem Leihgeber Lech Poznań geplant. Seine Rückkehr steht noch nicht fest.

Der FC St. Pauli trifft also in gut drei Wochen nicht nur auf den alten Trainer, sondern auch auf einen alten Weggefährten, wenn Hannover 96 mit Marcel Hartel am 17. Oktober zum Auswärtsspiel antritt.

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