Marcel Rapp hält die Debatte um taktische Formationen für überflüssig. Der Trainer des FC St. Pauli betonte nach dem 1:1 bei Energie Cottbus, dass die Spieler selbst in schwierigen Situationen wissen, was zu tun ist.

"System hin oder her. Grundsätzlich wissen die Jungs, was zu tun ist. Da ist es auf Deutsch gesagt scheißegal, wie sie an der Taktiktafel stehen", sagte der 47-Jährige. Rapp hatte im Spiel gegen Cottbus, in dem St. Pauli nach der Gelb-Roten Karte für Tomoya Ando 70 Minuten in Unterzahl agierte, mehrfach die Aufstellung angepasst. Die Mannschaft kämpfte sich dennoch durch ein Tor von Martijn Kaars in der 80. Minute zu einem Punkt.

Punkteausbeute zu gering

Rapp räumte ein, dass die bisherige Bilanz nicht zufriedenstellend sei. "Es sind zu wenig Punkte für die Art und Weise, wie wir spielen. Wir waren in jedem Spiel von Anfang an präsent.", analysierte er. Nach sechs Spieltagen steht der FC St. Pauli mit sieben Punkten auf dem achten Tabellenplatz, bei einem Torverhältnis von 8:8. Die letzten fünf Spiele brachten einen Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Diese Ausbeute von nur fünf Punkten aus den letzten fünf Ligaspielen ist für die Ambitionen des Teams zu wenig.

Personelle Flexibilität

Die Mannschaft hat in den letzten Wochen auch personell flexibel reagieren müssen. Eric Smith spielte gegen Wolfsburg und Cottbus in einer situativen Rolle in der Viererkette. Im Angriff fehlte gegen Cottbus der verletzte Branimir Hrgota, und auch der Leihspieler Gisli Thodarson fällt nach einer Oberschenkel-OP aus. Verteidiger Rony Jansson wird erst nach der Länderspielpause zurückerwartet. Die aktuelle Verletztenliste zeigt die Herausforderungen für den Kader.

Die Spieler haben nun bis Montag frei, bevor am Dienstag das Training wieder aufgenommen wird. Als Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 10. Oktober steht am 3. Oktober um 15.30 Uhr ein Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach im Millerntor an. Anschließend findet auf dem Südvorplatz bis 22 Uhr ein Straßenfest mit DJs statt. Der Tabellenvierzehnte Karlsruhe bietet die Chance, die Serie von nur einem Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen zu beenden. Der KSC kommt mit einer Ausbeute von sechs Punkten aus sechs Spielen nach Hamburg.

First reported at Bild Sport