FC St. Pauli verwandelt Glauchau in ein Fußball-Feuerwerk für Kids

Der Hamburger Zweitligist FC St. Pauli verwandelte die Sportanlage des SV Fortschritt Glauchau eine Woche lang in eine Kaderschmiede für Nachwuchsfußballer. Vom 7. bis 13. Juli 2026 gastierte der Verein mit seinem „Rabaukencamp“ in Westsachsen und bot 6- bis 13-Jährigen eine Kostprobe Bundesliga-Luft — mitten in der Sommerpause des Hamburger Traditionsclubs. Mit dabei: 29 Tore in dieser Saison, aber auch eine bittere Bilanz von 60 Gegentoren und einem Rückstand von 63 Punkten auf den FC Bayern München.

Was passierte in Glauchau?

Zum zweiten Mal in Folge öffnete der FC St. Pauli seine Fußballschule für externe Nachwuchstalente. Das einwöchige Camp kombinierte Training mit Spaß — und das bei sommerlichen Temperaturen auf dem Platz des SV Fortschritt Glauchau. Die Kinder lernten Grundlagen wie Ballkontrolle, Passspiel und Teamgeist, angeleitet von St. Pauli-Trainern und lokalen Partnern. „Ein Hauch Bundesliga-Feeling für die Region“, wie ein Sprecher des Gastgebervereins betonte. Die Altersgruppe von 6 bis 13 Jahren deckt genau die Phase ab, in der viele Talente ihre ersten Schritte im Vereinssport machen. FC St. Pauli setzt hier auf niedrigschwellige Angebote, um den Fußballnachwuchs zu fördern — unabhängig vom späteren Leistungsniveau. Die Zusammenarbeit mit Vereinen wie Fortschritt Glauchau festigt zudem die regionale Vernetzung des Hamburger Clubs.

Warum das Camp für den FC St. Pauli wichtig ist

Für den Zweitligisten ist das Rabaukencamp mehr als nur eine PR-Aktion. Die Fußballschule stärkt das Image des Clubs als sozial engagierter Verein und bindet junge Fans früh an den Verein. Mit aktuell nur 26 Punkten auf Platz 18 der Bundesliga und einer Serie von fünf Niederlagen in Folge (LLLLD) braucht der Klub jede positive Schlagzeile — und jede neue Generation von Unterstützern. Gleichzeitig profitieren die Partner vor Ort von der Expertise des Hamburger Teams. Die Trainingsmethoden des FC St. Pauli, bekannt für seine kreative Spielweise, flossen direkt in die Camps ein. „Die Kids haben hier nicht nur Spaß gehabt, sondern auch etwas gelernt“, sagte ein Teilnehmer der U11.

Wie geht es weiter für FC St. Pauli?

Nach dem Camp in Glauchau steht für den Verein am 10. Oktober 2026 das nächste Pflichtspiel an: Dann empfängt der FC St. Pauli den Karlsruher SC im Millerntor-Stadion. Bis dahin bleibt die Mannschaft in der Sommerpause — doch die Arbeit an der Basis geht weiter. Weitere Rabaukencamps sind in Planung, um den Fußball in der Region zu stärken. Für die Nachwuchskicker aus Glauchau und Umgebung könnte das Camp der erste Schritt zu einer längeren Verbindung zum FC St. Pauli sein. Der Verein bietet über die Fußballschule auch Talentsichtungen an — wer weiß, vielleicht entdeckt man hier den nächsten Profi für die Millerntor-Elf. Aktuell kämpft der FC St. Pauli mit einer schwachen Defensive (60 Gegentore) und einem Rückstand von 63 Punkten auf den FC Bayern München. Doch Initiativen wie das Rabaukencamp zeigen, dass der Verein auch abseits des Platzes Verantwortung übernimmt — und dabei junge Talente fördert.