FC St. Pauli hat den 33‑jährigen Offensivallrounder Branimir Hrgota offiziell verpflichtet – ein überraschender Transfer, der sofort für Gesprächsstoff sorgt. Der Schwede, der zuletzt in der 2. Liga aktiv war, soll das fehlende Offensivtalent ersetzen und dem Kiez‑Club neue Impulse geben.
Warum kam Hrgota zu St. Pauli?
Der Verein suchte seit zwei Jahren nach einem kreativen Spieler, der sowohl Treffer als auch Vorlagen liefern kann. Marcel Hartel, der in den letzten Saisons 17 Tore und 13 Vorlagen beisteuerte, verließ St. Pauli für die Major League Soccer. Sportchef Andreas Bornemann erklärte, dass man für die kommende Saison mehr Initiative im Sturm brauche, weil die Gegner häufig den Ball abgeben. Hrgota, der sich selbst als „Offensivmann“ bezeichnet, passt exakt ins neue Konzept.
Was bringt der neue Zehner?
Hrgota betont seine Stärke im Finden letzter Pässe und das Ziel, viele Tore zu schießen. In seiner bisherigen Karriere hat er regelmäßig Doppelpunkte erzielt, doch bei St. Pauli wird er mit 33 Jahren zum ältesten Feldspieler, knapp zwei Monate älter als Kapitän Jackson Irvine. Das macht ihn zu einem potenziellen Kandidaten für den Mannschaftsrat. Sein früheres Training mit Zlatan Ibrahimović prägte sein Führungsverständnis, das er nun in Hamburg einbringen will.
Wie sieht die aktuelle Situation aus?
Der Kiez‑Club rangiert derzeit auf dem 18. Platz in der Bundesliga, hat 26 Punkte aus 34 Spielen (6 Siege, 8 Unentschieden, 20 Niederlagen) und eine Formkurve von LLLLD. In dieser Saison wurden nur 29 Tore erzielt, während 60 Gegentore eingehen – ein Minus von 31. Der letzte Auswärtserfolg war ein 1:3 gegen den VfL Wolfsburg am 16. Mai 2026. Diese Zahlen verdeutlichen den Druck, sofortige Verbesserungen zu erzielen.
Was erwartet die Fans?
Im offiziellen Vereins‑Video wird Hrgota noch als Kapitän von Fürth gezeigt, wie er mit Marcel Hartel über eine enge Kiste spricht – ein symbolisches Bild für die neue Partnerschaft. Hrgota sagt, er sei ein lockerer Typ, genieße das Zusammensein mit Familie und Kollegen und wolle mit der Mannschaft viele Siege feiern. Das Millerntor‑Stadion soll am Saisonauftakt am 9. August erneut beben, wenn St. Pauli auf den Gegner trifft.
Was kommt als Nächstes?
Bornemann kündigte an, dass die taktische Ausrichtung für die 2. Liga noch einmal angepasst wird. Mehr Offensivspiel, mehr Initiative – das ist das Versprechen, das Hrgota mit seiner Erfahrung einlösen soll. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der neue Zehner das fehlende Offensivglück bringt und den Abstieg abwendet.
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